Unter der fachkundigen, fotografischen, künstlerischen  Leitung von Martin Timm, durfte ich ein paar Tage in Prerow verbringen.

 

Abstrakt ist etwas sichtbar zu machen, was man empfindet.

Die Reduktion öffnet mir neue Räume.  Abstrakte Fotografie heißt auch: Die Leere zu fotografieren und diese Leere sichtbar zu machen.

Das Foto von einem Wald, das wir so nicht sehen, aber spüren.

Die “ konkrete Kunst “ ist nicht unbedingt das Gegenteil von “ abstrakter Kunst “ .

Sie bedeutet: Sich vom Besonderen oder Gegenständlichen loszulösen ( abstrare= abziehen)  abstrahere:  sich  von einem losmachen, sich befreien

Die Schärfe zeigt das Objekt – das Nichtscharfe öffnet die Atmosphäre.

Ein Foto soll Gefühle auslösen

Gefühle widerspiegeln

Reiner Maria Rilke:

Durch den sich Vögel werfen,

ist nicht der vertraute Raum,

der die Gestalt dir steigert.

(Im Freien, dorten, bist du dir verweigert

und schwindest weiter ohne Wiederkehr.)

 

Raum greift aus uns und übersetzt die Dinge:

daß dir das Dasein eines Baums gelinge,

wirf Innenraum um ihn, aus jenem Raum,

der in dir west. Umgib ihn mit Verhaltung.

Er grenzt sich nicht. Erst in der Eingestaltung

in dein Verzichten wird er wirklich Baum.

Manchmal dient die Fotografie auch  zur Energieabfuhr

Aber man soll es nie ohne eigene Ergriffenheit , ohne inneren Antrieb tun.

Das Bild soll auch  zum Nachdenken anregen

Formale Strukturen finden, die auffälliger sind, als das Motiv selbst.

 

Die Welt hinter den Dingen spüren.

 

Reiner Maria Rilke:

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.

Sie sprechen alles so deutlich aus:

Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,

und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch Ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,

sie wissen alles, was wird und war;

kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;

ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.

Die Dinge singen hör ich so gern.

Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.

Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Der Maler malt auch nicht nur was er sieht, sondern das, was er in sich fühlt.

Entstanden sind so Fotos, die wir so nicht sehen, die aber unmittelbar zu uns vordringen, in unser Bewußtsein eindringen.

Diese Fotos kommen mir unmittelbar ins Gedächtnis wenn ich an die dazugehörigen Ereignisse denken.