Einen Blog über Bamberg zu schreiben ist schwierig. Einfach weil es so viel zu sehen und zu fotografieren gibt. Hier muss man sich entscheiden, ob man einfach nur mit der Kamera  durch die Stadt ziehen, oder tiefer in die Geschichte der Stadt eindringen, also auch Museen besuchen will, oder durch die vielen kleinen Einzelhandelsgeschäfte schlendern will, die es in dieser Fülle wohl kaum irgendwo anders gibt.

Am besten zieht man schon ganz zeitig in der Früh los, wenn noch der Nebel über der Regnitz wabert.

Im Stadtgebiet Bamberg existieren derzeit 74 Brücken.

Hoffentlich hält die Liebe so lange wie diese Schlösser.

Mein erster Weg führt mich meist über den Grünen Markt.

Vorbei am Kaufhaus Karstadt

In diesem Jahr feiert Karstadt das 130-jährige Bestehen seines Standortes. Ursprünglich gegründet von der jüdischen Familie Tietz 1886 erlebte das Kaufhaus am Grünen Markt im 20. Jahrhundert Höhen und Tiefen.

St. Martin: Das erste Kloster mit Kirche an dieser Stelle war seit 1248 bis zum 17. März 1589 das Kloster der Karmeliten.

1621 wird erstmals ein Neubau der Kirche ins Auge gefasst. Am 16. August 1686 erfolgte die Grundsteinlegung, am 17. Mai 1693 konsekrierte Fürstbischof Sebastian Schenk von Stauffenberg die Kirche „Zum Heiligsten Namen Jesu“. Die Pläne stammen von Georg Dientzenhofer. Es entstehen ebenfalls die neuen Kolleggebäude, die heute neben Pfarrbüro und Pfarrhaus das Naturkundemuseum und zum großen Teil die Universität beherbergen.

Am 27. August 1803 wurde per Dekret der kurfürstlichen Landesdirektion angeordnet, dass die Universitätskirche zukünftig als Pfarrkirche der hier beheimateten Pfarre St. Martin zu dienen habe.

Im Innenhof von St. Martin seht ein rießiger Schwarznussbaum. Die Samen dazu brachten die Jesuiten , die 1610 nach Bamberg kamen, aus ihrem Missionsgebiet in Japan mit.

Seit 1978 ist Bamberg wieder mit einer Universität ausgestattet. Die Stadt wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und 1993 als solches eingetragen. Bamberg hat die größte erhaltene Altstadt Deutschlands.

Die 1647 gegründete Universität wurde im Zuge der Säkularisation des Hochstifts Bamberg durch die bayerischen Besatzer 1803 aufgehoben, bestand aber in reduzierter Form als Philosophisch-Theologische Hochschule fort. Regensburg wurde später die vierte bayerische Landesuniversität. 1972 wurde die Bamberger Hochschule als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben.

Wer in der Bamberger Altstadt durch die Fußgängerzone am Grünen Markt schlendert und in Geschichte aufgepasst hat, wird in der Figur auf dem bekanntesten Brunnen der Stadt zweifelsohne den römischen Meeresgott Neptun oder sein griechisches Vorbild Poseidon erkennen. Für die Bamberger ist der Kerl mit dem Dreizack aber schlichtweg der Gabelmoo, auf hochdeutsch der Gabelmann.

Der Weihnachtsmarkt am Maximilian Platz muss leider wegen  der Coronapandemie wieder abgebaut werden.

Betrachtenswert ist an der Unteren Brücke die Skulptur „Centurione I“ von Igor Mitorau aus dem Jahre 1987.

Bamberg wird auch das „Fränkische Rom“ genannt. Als Beinamen hat sich der Bamberger den Namen „Zwiebeltreter“ erworben. Spezialitäten sind die Bamberger Bratwürste, das Bamberger Rauchbier, die Bamberger Hörnla. Bamberg verfügt über 10 von ehemals 68 Brauereien.

Das ehemalige Schlachthaus der Stadt Bamberg mit Fleischverkaufshalle liegt am Kranen und dient heute der Universität als Teilgebäude. Die Ansicht von Süden zeigt einen fünfachsigen Giebel, dessen mittlere Achse ein flaches Risalit bildet. Zwischen dem Portal und einer Nische mit einer Ochsenfigur befinden sich zwei lateinische Inschriften:

Das Epigramm nimmt launig auf die Skulptur des ausgewachsenen Rindes Bezug und bedauert dieses, da es nicht wie ein lebendes Rind die Chance hatte, die Verwandlung vom Kalb zum Rind zu erleben:

„Ein Rind wurde geboren, ohne zuvor Kalb zu sein, indem es die übliche Art der Geburt übertrat.

Die Hand eines Künstlers, sie hat vollbracht die Aufgabe der Mutter, indem sie nicht ein Kalb schuf, sondern ein Rind.“

Klein Venedig

Vom Kranen aus fahren heute zwei Personenschiffe die  Regnitz hinunter, schleusen bei der ehemaligen Spinnerei „ERBA“  durch in den Main-Donau-Kanal, drehen eine Runde durch den Bamberger Hafen, der im Jahr 1962 eingeweiht wurde und kommen dann zurück.

Kunigundes genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Um 980 herum kam sie als Tochter des Grafen Siegfried von Lützenberg im heutigen Luxemburg zur Welt. Schon als Kind und Jugendliche war sie sehr fromm und beschloss, jungfräulich zu leben. Als der bayerische Herzog Heinrich um sie warb, fügte Kunigunde sich dem Wunsch ihrer Eltern und stimmte der Hochzeit zu. Der Überlieferung nach offenbarte sie sich gegenüber ihrem Verlobten, worauf dieser ebenfalls das Keuschheitsgelübde abgelegt haben soll. Heinrich und seine Gemahlin führten demnach eine so genannte Josephsehe. So nannte die Kirche Verbindungen, in denen Mann und Frau wie Bruder und Schwester zusammen lebten.

Das Alte Rathaus markiert die alte Herrschaftsgrenze zwischen bischöflicher Berg- und bürgerlicher Inselstadt und zeigt deutlich das Machtstreben des Bamberger Bürgertums.

Eine der Putten an der Freskenwand, Bamberg zum Fühlen. Dieses Rathaus steht mitten im Fluß, was einmalig in Deutschland sein dürfte.

Der Sage nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren. Deshalb rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und schufen eine künstliche Insel, auf der sie das Gebäude errichteten.

An der Fassade des Brückenturmes fallen zunächst die Rokoko-Balkone auf und darüber ein Wappen, das auf einen der letzten Fürstbischöfe von Bamberg hindeutet.

Bei einem Unwetter 2017 zerstörte ein vom Wind abgerissener Ast das Bildnis der Maria der mehr als 300 Jahre alten Figurengruppe. Teile des steinernen Kunstwerks von 1715 fielen daraufhin vom Sockel.

Die „Kreuzigungsgruppe“ stammt vom Bamberger Bildhauer Leonhard Gollwitzer und ist das Wahrzeichen der Oberen Brücke am Alten Rathaus, das jährlich Tausende Touristen passieren.

Wehr der Regnitz an der Bischofsmühlbrücke.

Schloss Geyerswörth ist  leider eingerüstet, aber vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick über ganz Bamberg (hier ein paar alte Fotos )

Bereits nach dem ersten Weltkrieg und in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts gab es in Bamberg antisemitische Hetze und Ausschreitungen gegen jüdische Bürger.

Einige Stationen des antisemitischen Terrors waren die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933, der 1. Boykotttag gegen jüdische Geschäfte am 1.4.1933, der Erlass der Nürnberger Gesetze „zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ am 15.9.1935, die „Reichskristallnacht“  vom 9. auf den 10. November 1938, in der die 1910 eingeweihte neue Synagoge total niedergebrannt, vernichtet und später gesprengt wurde, sowie die 1941 beginnenden Deportationen in den Osten und somit in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis. In der Zeit zwischen 1933 und 1943 sind 66 jüdische Bamberger verzogen, wanderten 443 Juden aus und wurden 228 jüdische Mitbürger deportiert. Das Gebäude Ressource wurde 1934 von der NSDAP beschlagnahmt und als Parteizentrale genutzt. Kurz vor dem Einmarsch der US-Armee in Bamberg wurde die Ressource von der NSDAP gesprengt, um eine Übernahme durch die US-Armee zu verhindern und wichtige Akten zu vernichten.

Bamberg hat 18 Gotteshäuser.

Die steinerne Welt des Bamberger Domplatzes ist Zeitreise pur. Wenn man sich ihn ohne Fahrzeuge und die Smartphone-bewehrten Menschen vorstellt, geht es schnell viele Jahrhunderte in die Vergangenheit. 1993 wurde die 140 Hektar große “Altstadt von Bamberg” als Weltkulturerbestätte in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Der Domplatz hieß bis zur Säkularisation Hofplatz oder Burgplatz. Lediglich der kleine Bereich vor dem Kapitelhaus wurde Domplatz genannt. Dann benannten die neuen bayerischen Herrscher das gesamte Areal zu Ehren der damaligen Königin Karoline in Karolinenplatz. Erst nach dem Ende der Monarchie bürgerte sich allmählich die Bezeichnung Domplatz ein und wurde im Jahr 1949 zum amtlichen Namen des Platzes.

Am Domplatz stehen die Renaissance-Bauten der Alten Hofhaltung und das Barock-Ensemble der Neuen Residenz. Dadurch hat man mit den romanischen und gotischen Bauteilen des Doms den Blick auf vier Stilepochen der Kunst gleichzeitig.

In den 1230er Jahren wurde das ursprünglich figurenlose Adamsportal des Domes mit sechs Skulpturen ausgestattet, deren Originale heute wettergeschützt im Diözesanmuseum verwahrt werden: Es sind rechts Adam und Eva sowie der erste Dompatron Petrus, links das hl. Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde sowie der hl. Stephanus, dem Kunigunde in Bamberg eine Stiftskirche erbaute. Die Figuren zeichnen sich durch eine besondere Qualität der Ausführung aus wie etwa die Beseeltheit der Gesichter oder die Raffinesse der Stoffdarstellungen, wie sie zuvor an der Kathedrale im ostfranzösischen Reims entwickelt worden waren.

Das Fürstenportal am Bamberger Dom ist neben der Adamspforte, der  Gnadenpforte und der Veitstüre eines der vier Hauptportale des Bamberger Doms. Der dekorreiche Eingang ist in einem Vorbau am nördlichen Seitenschiff gelegen und stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Von dem berühmten Künstler Veit Stoß stammt der Marien- oder sogenannte Weihnachtsaltar. Es handelt sich dabei um Lindenholzreliefs, die Veit Stoß im Jahr 1523 fertigstellte. Auftraggeber war sein Sohn Andreas Stoß, der Prior im Nürnberger Karmeliterkloster war. Als das Kloster ein Jahr später aufgelöst wurde und Andreas Stoß nach Bamberg kam, kaufte er den Altar für die Bamberger Obere Pfarre an. Er wurde zur Feier der 700jährigen Konsekration des Doms im Jahr 1937 als Leihgabe in den Dom überführt.

Von Tilman Riemenschneider (gest. 1531) für den Bamberger Dom geschaffenes Grabmal von Kaiser Heinrich II. (reg. 1002-1024) und Kaiserin Kunigunde (gest. 1033). Heinrich II., Gründer des Bistums Bamberg, und Kunigunde werden als Heilige verehrt. Riemenschneider erhielt den Auftrag 1499. Vollendet war die Arbeit 1513.

Durch die Gräber von Heinrich und Kunigunde entwickelte sich der Dom im Mittelalter zu einem Wallfahrtszentrum.

Kunigunde gilt als Gründerin des Bistums Bamberg und wird dort besonders verehrt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Kaiser Heinrich II. fand sie im Bamberger Dom ihre letzte Ruhestätte. Der Gedenktag der Heiligen ist der 3. März.

Das Geheimnis um den Bamberger Reiter ist groß. Denn über das Reiterstandbild im Bamberger Dom weiß die Kunstgeschichte nicht viel. Gerade deshalb ist der Bamberger Reiter so sagenumwoben.

 

Seit dem Mittelalter sitzt der steinerne Herrscher schon im Bamberger Dom und gibt noch immer Rätsel auf. Ist es der ungarische König Stephan, ein Kaiser oder gar der König der Könige? Und wie wurde er zu einer Art Popstar unter den gotischen Statuen?

 

Im Innenhof die Gräber der Kirchenoberen.

Die Neue Residenz, mit dem wunderschönen Rosengarten, diente bis 1802 als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe. Die über 40 Prunkräume sind unter anderem mit Stuckdecken, Möbeln und Wirkteppichen des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestattet.

 

 

Ich wende mich nun der Alten Hofhaltung zu. Sie war die Burg der Babenberger Brüder ( Adalbert, Adalhard und Heinrich) und kann als Keimzelle Bambergs bezeichnet werden, die erste Erwähnung des Castrums erfolgte im Jahr 902.

Die Babenberger Brüder waren recht streitbare Gesellen, die sich blutige Fehden mit den Konradinern, einem anderen Fürstengeschlecht, um die Vorherrschaft in Franken lieferten. Von den Babenbergern fielen zunächst Adalhard und Heinrich, später im Jahr 906 wurde dann Adalbert gefangen genommen und anschließend enthauptet. Damit war das fränkische Geschlecht der Babenberger ausgelöscht. Es gab jedoch noch einen Familienzweig in der damaligen Ostmark, dem heutigen Österreich, wo die Babenberger noch für einige Zeit die maßgeblichen Herrscher gewesen sind. Nach dem Tod des letzten Babenbergers fiel die Burganlage an das Reich und kam über verschiedene Stationen an den späteren Kaiser Heinrich, der sie zu seiner Lieblingsburg erklärte.

Von hier ist es nicht weit zum Michelsberg, nur leider ist die Kirche seit vielen Jahren eingerüstet. Hier ein paar alte Bilder.

Das ist der Blick vom Rosengarten der Neuen Residenz zu St. Michael.

Das Schlenkerla ist ein uriges, fränkisches Wirtshaus in der Dominikanerstraße und ein Magnet für Touristen und Einheimische. Die Bamberger trinken das dunkle Aecht Schlenkerla Rauchbier am liebsten in der Hand auf der Straße, wer das nicht mag, kann sich auch in einem der Wirtsräume niederlassen. Und was auch noch ein ungeschriebenes Gesetz in Bamberg ist: Man muss auf jeden Fall mindestens zwei von den Rauchbieren trinken, dass es richtig runterläuft und man sich an den Geschmack nach Schinken und Rauch gewöhnt hat.

Während der Märzrevolution in den Jahren 1848/49 war Bamberg eine Hochburg der Demokraten, weshalb die Stadt bei der Regierung in München als besonders radikal galt.

Bambergs Bauboom in der Gründerzeit, die Architektenblüte begann im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Die Periode der jüngeren Stadterweiterung begann Mitte des 19. Jh. mit der Anbindung an die Eisenbahn und eine daraus resultierende südliche Stadterweiterung. Es entstand ein von Spätklassizismus und Historismus geprägtes Villenviertel, das Haingebiet. Die Anlage des Wilhelmsplatzes, mit repräsentativen Bauten des Justizpalastes und der Hauptpost in Formen der Neurenaissance, setzte einen neuen städtebaulichen Akzent. Stadtbildprägend, um 1900, war der Stadtbaurat Hans Erlwein in einer Aufbruch- und Erneuerungsphase der Stadtentwicklung.

Das schmalbrüstige E.T.A.-Hoffmann-Haus liegt gegenüber dem später nach Hoffmann benannten Theater und war die zweite Wohnung in Bamberg, in der der romantische Literat, Komponist und Zeichner von 1809 bis 1813 mit seiner Frau Mischa lebte. Die Wohnung ist als Gedenkstätte gestaltet.

Die Religionszugehörigkeit der Bamberger hat sich stark verändert. So zeigen die Zahlen über die Jahre hinweg eine deutliche Abnahme der Katholiken. Waren 2003 noch fast zwei Drittel der Bevölkerung katholisch, sind es im Jahr 2020 nur noch 46,2 %.

Auf dem Kaulberg  liegt die Obere Pfarre.

Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf eine der schönsten Kirchen in Bamberg. Sie sieht einem Schiff ähnlich, dass aus den Dächern am Kaulberg hervorlugt.

Die Obere Pfarre wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert gebaut. Man erkennt sie direkt an dem etwas seltsamen Turm. Darin befindet sich ein zweigeschossiges Penthaus, wo bis 1920 der Türmer wohnte. Dieser muss ein eher unsportlicher Mann gewesen sein, der es vorsah nicht sooft den Turm zu verlassen, da dieser nur durch etliche Treppenstufen zu erreichen war. Deshalb zog der Türmer mittels Seilwinde Essen und Getränke zu sich hinauf und ließ seine menschlichen Bedürfnisse daran herab. Bei einer dieser Aktionen, löste sich das Fass sechs Meter über dem Boden aus der Seilwinde und zerschellte laut auf dem Kirchvorplatz.

Läuft man den Stephansberg abwärts kommt man an einer engen Gasse vorbei mit dem Namen „Eisgrube“. Hier wurde früher im Inneren des Berges das Bier mit Eis gekühlt.

An der Eingangstür zum  Haus Eisgrube 14 ist der wohl berühmteste Türknopf. Hier ist vor nahezu 200 Jahren auch schon der Dichter und damalige Theaterdirektor E. T. A. Hoffmann vorbeigekommen. Die düstere Lage in der sonnenabgewandten Eisgrube nahe der „Hölle“ muss die Phantasie des Romantikers stark beeinflusst haben, denn in der 1813 in  Dresden geschriebenen Erzählung taucht das (nicht besonders sympathische) Apfelweib auf.

Der spanische Künstler Jaume Plensa wurde international bekannt durch seine oft von innen heraus leuchtenden, riesigen Skulpturen. Die „8 poets“ sind jeweils 2,60 Meter hoch und thronen auf sechs Meter hohen Stelen aus Edelstahl.

Botero: Frau mit Apfel

Die Skulpturengruppe „Meeting“ von Wang Shugang am Schönleinsplatz.

Mitten in Bambergs wunderschönem Mühlenviertel wird hier bereits seit 1533 Bier gebraut. Die Brauereigaststätte bietet mit verschieden großen Gasträumen neben einer gemütlicher Atmosphäre für das ein oder andere Seidla Klosterbräu Bier und guter, fränkischer Küche.

Der Name „Messerschmitt“ bedeutet seit über 185 Jahren Gastronomie auf hohem Niveau.

Der Bau des Böttingerhauses begann 1707 und endete 1713 mit der Fertigstellung des Gebäudes. Der Auftrag für das Gebäude wurde vom Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn an Johann Ignaz Tobias Böttinger vergeben. Damit drückte der Fürstbischof seine Gunst Böttinger gegenüber aus.

Ziel der Bebauung war ein prachtvolles Haus für den Bamberger Fürstbischof und seine Beamten zu erschaffen. Jedoch war der Bau an sich eher schwieriger und es gab einige Probleme. Es gab Streit mit den Nachbarn des kleinen Grundstücks in der Bamberger Altstadt.

Es gibt auch Probleme das Haus zu fotografieren,  weil die Straße so eng ist und zusätzlich noch zugeparkt ist.

Im Innenhof existiert ein Brunnen, der leider mit der Zeit versiegte. Damals wurde er von einer Nixe bewacht, diese wurde 1932 von einer Darstellung des Herkules ersetzt. Er befindet sich noch in Kindesalter und erwürgt gerade eine Schlange. Weitere Statuen aus der griechischen Mythologie finden Sie im Portal zum Nebenflügel des Gebäudes. Hier stehen zwei Atlanten, die den Türsturz tragen in dessen Mitte ein Adler mit einer Blütengirlande zu finden ist. Zudem tragen die Atlanten jeweils eine Vase. Die Vasen sind verziert mit Darstellungen von Herakles und Anthäus, sowie von Herakles im Kampf mit dem Löwen.

 

Das Hainviertel ist,    http://www.juden-in-bamberg.de/Hainviertel2b.htm   neben der historischen Altstadt, eines der am schönsten anzusehenden Wohnviertel Bambergs. Nach wie vor gehört es, dem Ansehen der Bamberger nach, zu den Nobelvierteln der Stadt.

Dieses Viertel zwischen Schützenstraße und Hainstraße verdankt seine Entstehung Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem der wohlhabenden Schicht der damaligen Bamberger Judengemeinde. Es ist geprägt vom „Repräsentationswillen“ dieser Gemeindemitglieder und der Funktion als Zentrum des jüdischen Hopfenhandels.

Die Geschichte Bambergs findet man anschaulich erzählt in dem Buch von Karin Dengler-Schreiben „Bamberg“.

Die Villa Dessauer ist benannt nach ihrem Bauherrn, dem jüdischen Hopfenhändler Carl Emanuel Dessauer (1844-1908). Dieser gab 1883 das Wohnhaus in der Hainstraße 4a beim Hannoveraner Architekten Friedrich Geb (1847-1927) in Auftrag. 1884 begannen die Bauarbeiten und sowohl die Außen- als auch die Innenarchitektur wurden kunstvoll ebenfalls von Hannoveranern Handwerkern gestaltet. Schon 1885 konnte Dessauer mit seiner Frau Babette (1849-1931) und den Bediensteten in die Villa einziehen. In den folgenden Jahren wurde das Haus eines der Glanzpunkte des gesellschaftlichen Lebens der Stadt.

Einer der wichtigsten Wege führte damals entlang des linken Regnitzarmes nach Bug. Bereits im Jahr 1803 ließ Stephan Freiherr von Stengel diesen mit Linden, 1804 dann mit Pappeln bepflanzen. 1894 wurden die für den Hain heute so typischen Kastanien gepflanzt. Der Vizepräsident der Bambergischen Landesdirektion und spätere Generalkommissär des Mainkreises, Freiherr von Stengel, gilt als Schöpfer des Theresienhains. Die Anlage des Hainparks ist insofern für die Entstehung des Wohnviertels „Haingebiet“ von Interesse, als die Idee, seinen Wohnraum ins Grüne, in die Natur zu verlegen, durch die Anlage des Parks sehr zum Ausbau und zur Trockenlegung des ehemaligen Überschwemmungsgebietes beitrug. Aus dem Privileg des wohlhabenden Bürgertums, ein Gartenhäuschen außerhalb der Stadt zu unterhalten, entwickelte sich im 19. Jahrhundert das Bedürfnis, die Ruhe und Natur des „Landlebens“ in die Planung des Wohnens mit einzubeziehen – es entwickelten sich Formen des „Landhauslebens“, die sich jedoch meist auf die Stadtrandgebiete beschränkten.1834 kaufte die Stadt den Weg und die Jagdgerechtigkeit der gesamten Gründe des Kaipershofes.

Die meisten der Hopfenhändler in der Hainstraße waren jüdischen Glaubens. 38,6% der gesamten Hauseigentümer im Hainviertel waren Juden und in der Hainstraße befanden sich fast zwei Drittel der Villen in jüdischem Besitz. Im Vergleich dazu betrug der Anteil der jüdischen Bevölkerung Bambergs im gesamten Stadtgebiet, um 1885, nur 4,1%. Im 1. Distrikt, zu dem das Hainviertel zählte, waren es  bereits 9,6% der Bevölkerung.

 

Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg wurde am 20. Oktober 1997 durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gegründet. Von 1997 bis 2010 wurde es von Bernd Goldmann geleitet, seit April 2010 leitet es die Lyrikerin Nora-Eugenie Gomringer.

Das idyllische  Haus des ehemaligen Schleusenwärters an der Schleuse 100

Letzte der Schleusen des unter König Ludwig I. von 1836 – 1845 erbauten alten Ludwig-Main-Donau Kanals. Dieser verband auf 172 km die Donau bei Kelheim mit dem Main bei Bamberg und musste dabei einen Höhenunterschied von annähernd 200 Metern überwinden. Durch das nahezu gleichzeitige Aufkommen der Eisenbahn, der Unmenge an Schleusen, der tonnagebeschränkenden geringen Wassertiefe und dem aufwändigen Treideln vom Ufer aus, war dem Kanal kein langfristiger Erfolg beschieden, gleichwohl er ein bewundernswertes Stück Industriegeschichte schrieb. Die Schleuse 100 ist heute noch für Sportboote und Kanus aktiv und wird von Hand betrieben. Zudem hilft sie, den Wasserstand im linken Regnitzarm zu regulieren.

Der Hain ist eine der ältesten Bürgerparkanlagen im Stil engl. Landschaftsgärten in Bayern. Während seiner Entstehungszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts war er eine fortschrittliche Ausnahme in ganz Deutschland.
Städter sollten sich hier körperlich betätigen und gleichzeitig Bilder der Natur nachempfinden. Heute, mehr als 200 Jahre später, hat sich daran wenig geändert.

Das „Schlenkerla“ am Abend

Blaue Stunde

Blaue Stunde

Die Altenburg in der Nacht

Der Blick von der Altenburg auf die Stadt

An einem anderen Tag in der vollen Nebelsuppe

Das war dann keine Nacht um  Fotos zu machen – nur Nebel.