Die Stadt ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit 892 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde Deutschlands sowie die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. 5 Tage wollen ein Freund und ich hier fotografierend verbringen.

Was lässt sich da in 5 Tage nicht alles reinpacken?

Die Anfahrt mit dem ICE war in 3 Std. mühelos. Nur der Weg zum Hotel,  laufend, mit unserem Rollkoffer und schwerem Rucksack, war doch arg beschwerlich,  wir kannten uns ja noch nicht aus mit S- und UBahn oder Tram. Das hat sich aber schnell geändert, wir waren nach den 5 Tagen „fast“ perfekt.

Nachdem wir im Hotel unsere Sachen abgelegt ( IBIS Budget= ohne Schrank oder Kasten), bzw. gleich im Koffer gelassen haben, sind wir sofort losgezogen um etwas die Gegend zu erkunden und auch um zu Abend zu essen.

Der Anhalter Bahnhof war vor dem 2. Weltkrieg die wichtigste Verbindung nach Mittel- und Süddeutschland, Österreich und Italien.

Bis 1943 blieb der Betrieb von alliirten Bomben unbeeinträchtigt.

Ab Juni 1942 erfolgten Judendeprotationen auch vom Anhalter Personenbahnhof. Es handelte sich hierbei um sogenannte „Alterstransporte“, mit denen Berliner Juden in das KZ Theresienstadt gebracht wurden.

Trotz starken Widerstandes  sollte das seit den 1930er Jahren unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude auf Betreiben des Bausenators der DDR zum Abbruch freigegeben werden. Begründet wurde der Abriss teilweise mit der Notwendigkeit zum Neubau eines größeren Bahnhofes an gleicher Stelle, für den es bereits Architektenentwürfe gab. Der Abriss erwies sich aufgrund des sehr stabilen und harten Mauerwerksverbandes jedoch als derart schwieriges Unterfangen, dass mehrere Abrissfirmen sich wirtschaftlich verkalkulierten und in der Folge Konkurs anmelden mussten.

Nach der Sprengung der Halle 1959, veranlasst durch den Senat, blieb nur noch der Portikus mit einem Teil der überdachten gemauerten Vorfahrt stehen.Bürgerproteste verhinderten den Abbruch des übriggebliebenen Torsos.

 Hinter dem Anhalter Bahnhof liegt, hinter einem Fußballplatz, das Tempodrom eine Event- und Konzertlocation. Besonders auffällig ist das futuristisch anmutende Dach, das an ein Zirkuszelt erinnert.

Am Abend füllt es sich dann mit Konzertbesuchern. Es bietet für 3500 Besucher Platz.

Wenn man aus der Tiefe der U- und S-Bahnschächte am Potsdamer Platz  an die Oberfläche kommt, reckt sich  eine Skulptur ans Licht.

Der Potsdamer Platz wurde nach der Wiedervereinigung neu bebaut. Das Ensemble aus Hochhäusern und futuristischen Neubauten bildet ein ganz eigenes Stadtviertel.

Der PANORAMAPUNKT befindet sich im 24. und 25. Stock des Kollhoff-Towers auf dem Potsdammer Platz , einem der populärsten Plätze in Berlin. Der Haupteingang liegt in der Potsdamer Strasse, gegenüber vom DB-Tower.
Der Kollhoff-Turm ( das rote Gebäude in der Mitte ) liegt direkt am ehemaligen Mauer-Verlauf, wo heute eine zweireihige Pflastersteinlinie die frühere Grenze markiert. Von oben hat man eine weite Sicht über Berlin.

Im Vordergrund das Sony-Gebäude, die gelben Gebäude gehören zur Philharmonie. Sie ist die Heimat der Berliner Philharmoniker, eines des wohl berühmtesten und besten Orchesters nicht nur in Berlin, sondern in der ganzen Welt.

Das Tempodrom am Anhalter Bahnhof

Reichstag, Brandenburger Tor,  und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Es wird von den meisten Berlinern nur kurz Holocaust-Mahnmal genannt.

Hinter dem Holocaust-Mahnmal in der Mitte das von Gehry entworfene Haus der DZ-Bank

Die Neue Nationalgalerie beherbergt europäische Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts von der klassischen Moderne bis zur Kunst der 60er Jahre. Architekt: Mies van der Rohe.

 Mitten im Tiergarten Berlin, umrahmt von grünen Parklandschaften, steht sie: die Berliner Siegessäule, gekrönt mit der berühmten Goldelse.

Die „schwangere Auster“, oder  Haus der Kulturen liegt inmitten des grünen Tiergartens und ist mit seiner teils revolutionären Architektur ein wichtiger Kulturort in Berlin,

und das Bundesanzleramt. Es  ist seit 2001 Sitz des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Der Gebäudekomplex ist Teil der „Band des Bundes“ genannten Gebäudegruppe im Spreebogen.

Welch eine Überraschung, auch das gibt es in Berlin: Bienenstöcke auf einem Hochhausdach, sie sehen aus wie aus Legosteinen gebaut.

Wieder zurück auf der Erde, ein Besuch des Sony-Centers, das durch seine markante Optik besticht.

Mit dem Aufzug fahren wir ein paar mal rauf und runter.

Es ist heiß, heiß, heiß…..August in der Großstadt bei 38 Grad im Schatten.

Die Neue Nationalgalerie war das letzte Werk des international berühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Mit der gläsernen oberen Halle des Museums vollendete er seine langjährige Beschäftigung mit dem fließenden, offenen Raum. Kurz nach Einweihung des Baus verstarb der Architekt.

Plastik von Henry Moore

Die Stahl-Glas-Architektur Mies van der Rohes, eine weite, lichtdurchflutete Halle, faszinierte schon vor 50 Jahren durch eine einzigartige Konstruktion: Nur acht, schlank aufsteigende Stützpfeiler außerhalb der Glasfassade tragen das monumentale, 65 mal 65 Meter große Kassettendach.

Im Untergeschoss wird die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts gezeigt.

Auf ungewöhnliche Art erhält der neue Bahnhof Potsdamer Platz tief unter der Erde Tageslicht. Es wird mit so genannten Light-Pipes an der Oberfläche eingefangen und dann in den Untergrund geschickt. An der Spitze der Light-Pipes sind drehbare Spiegel angebracht, die das Sonnenlicht in die Tiefe leiten.

Hier mit Selfie.

Die Ekelmauer am Potsdamer Platz

Kunst oder Ekelobjekt? Die alten Grenzbefestigungen am Potsdamer Platz sind mit platt gedrückten Kaugummis übersät. Neben Touristen und Wespen interessiert sich nun auch die Senatsverwaltung für die Ekelmauer.

Es sind Hunderte, wenn nicht Tausende breit gedrückter Kaugummis, meist in bequemer Höhe angebracht, einige sogar kurz unter der Krone des Denkmals. Vereinzelt sind die Gummis wiederum mit hineingepressten Kronkorken und Verpackungsresten dekoriert. Wer genau sich dort auf diese Weise verewigt hat, ist nur zu vermuten. Es dürften aber Menschen sein, die längere Zeit vor der Restmauer verharren, weniger die achtlos vorüber eilenden Einheimischen als vielmehr staunende Berlin-Besucher. Mit der befleckten Wand haben sie sogar eine neue touristische Sensation geschaffen, die sie nun, wohl oft leicht angeekelt, fotografieren.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mitten in Berlin ist die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Es wurde am 10. Mai 2005 feierlich eröffnet. Das Denkmal besteht aus dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld und dem unterirdisch gelegenen Ort der Information.

Im Hintergrund hat Frank Gehry  „ein neutrales Gebäude“ geschaffen, weil etwas anderes unter den gestrengen Augen der Berliner Bauverwaltung nicht erlaubt war. Wir laufen um den Block herum und sehen uns das Atrium an.

Gelangt man ins Vestibül, so beeindruckt eine riesige amorphe Skulptur, die als Konferenzsaal dient – laut Gehry „die beste Form, die ich in meinem ganzen bisherigen Leben entworfen habe.“ 

Berlin verdankt das Brandenburger Tor König Friedrich Wilhelm II., der hatte das große Sandsteintor in Auftrag gegeben um einen würdevollen Abschluss des Pracht-Boulevards Unter den Linden zu haben. Das Tor gehört zu den größten und schönsten Bauten des Klassizismus. Es entstand in den Jahren 1788 bis 1791.

Die Quadriga wurde von Johann Gottfried Schadow im Jahr 1793 auf dem Brandenburger Tor angebracht. Die Plastik zeigt einen zweirädrigen Streitwagen, der von vier nebeneinander laufenden Pferden gezogen wird. Die Zügel hält die Siegesgöttin Victoria. Die Quadriga sollte den einziehenden Frieden in die Stadt symbolisieren.

In der Nacht zum 13. August 1961 begann auch am Brandenburger Tor die vollständige Absperrung der Grenze. Wasserwerfer und Schützenpanzer fuhren auf. Angehörige der „Betriebskampfgruppen“ postierten sich vor dem Wahrzeichen Berlins. Ost-Berlinern und Bewohnern der DDR war der freie Übergang nach West-Berlin untersagt.

In der folgenden Zeit wurden die ersten Barrieren mit vorderer und hinterer Mauer, Lichtmasten und Beobachtungstürmen zu perfekten Sperranlagen ausgebaut. Direkt vor dem Tor war die Mauer zur Panzersperre verstärkt und drei Meter breit. Den Pariser Platz hatten Grenzschließung und Ausbau der Sperranlagen zum Teil des Grenzstreifens gemacht. Die Gestaltung des leeren Platzes sollte Repräsentativität vortäuschen. Tatsächlich diente sie der militärischen Grenzsicherung.

Der Reichstag mit dem Marie-Elisabeth-Lüders Haus

Eine der Top-Adressen der Berliner Kulturszene ist die malerisch in der Spree gelegene Museumsinsel. Auf der Nordseite befindet sich das Bode-Museum, zu dem man ganz stilvoll über die steinerne Monbijoubrücke kommen kann. Mit seiner majestätisch anmutenden Kuppel fällt der Neubarockbau sofort ins Auge.

Zwei Damen aus dem Hotel schenken uns am nächsten Tag den Rest ihres Sightseeing Tickets.  Damit lassen wir uns entspannt und locker durch Berlin fahren.

Wir fuhren vorbei am Checkpoint Charly,  einer der Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990.

vorbei am Gendarmen Markt.  Der Französische Dom,

das Konzerthaus,

die impossante Friedrichswerder Kirche,

dem Humbold-Forum.

Von oben im Bus, wir hatten auch das Glück ganz vorne einen Platz zu berkommen, hat man eine gute Übersicht.

Blick zum Dom,

Baustellen sind allüberall.

Es geht die Karl-Marx-Allee entlang

Hier am  Strausberger Platz, früher hieß die Allee Stalin Allee, war der Ausgangspunkt für den  Arbeiter-Aufstand des 17.Juni 1953. Der Volksaufstand erzeugte einen Flächenbrand an Streiks und Massendemonstrationen. die DDR Bürger forderten den Rücktritt der Regierung, freie Wahlen und die Entlassung aller politischen Gefangenen. Der Aufstand brachte 55 Menschen den Tod.

vorbei am Kino International:

Das International wird als multifunktionaler Veranstaltungsort nach zwei Jahren Baujahren fertiggestellt und am 15. November mit dem sowjetischen Drama Eine optimistische Tragödie eröffnet. Walter Ulbricht verlässt wütend den Saal, weil die Kopie des Films fehlerhaft ist.

Das Kino International ist nicht nur eines der bedeutendsten Berliner Kinos, es gehört darüber hinaus zu den architektonischen Kronjuwelen der wiedervereinten Stadt. Als denkmalgeschütztes Kinobaudenkmal ist es heute ebenso weltweit bekannt wie als großes Premierenhaus. 

Wir fahren an der Oberbaum-Brücke vorbei, entlang der East Side Gallery

Angetrieben von den außerordentlichen Ereignissen, die die Welt so plötzlich veränderten, kamen nach dem Fall der Mauer 1989 Künstler aus der ganzen Welt nach Berlin. Sie wollten ein sichtbares Zeugnis ihrer Freude und den neu entstandenen Hoffnungen hinterlassen.

Unter den Linden reitet Friedrich II,

hinter dem Brandenburger Tor wird demonstriert.

Der CUBE am Bahnhof, ihn werden wir an einem anderen Tag intensiv fotografieren.

Die Siegesäule,

der Eingang zum Zoo,

die Gedächtneskirche am  immer belebten Kurfürstendamm.

Das Gebäude des U-Bahnhof Wittenbergplatz gilt als architektonisches Schmuckstück der City-West. Zu Bauzeiten geschmäht, steht es heute unter Denkmalschutz.

Am Alexander Platz steigen wir aus und machen uns zu Fuß auf Fotosuche.

Die Weltzeituhr wurde zu DDR-Zeiten auf dem Alexanderplatz installiert. Seitdem ist die auffällige Uhrenanlage ein beliebter Treffpunkt für Berliner und Touristen.

Die Marienkirche  ist einer der wenigen noch verbliebenen Zeugen des mittelalterlichen Stadtkerns. Erbaut wurde sie in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie bildete den Mittelpunkt im einst dicht besiedelten historischen Marienviertel.

Der Neptunbrunnen

Der Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus ist bei Berlinern unter den Namen „Forckenbecken“ bekannt. Dieser Begriff passte gleich zweifach: zum einen hieß der damalige Bürgermeister Berlins Forckenbeck, zum anderen passt die Begrifflichkeit bestens zum Brunnen selbst, denn Neptun steht mit seinem Dreizack ist der Hand in einem Becken. Die vier Frauenfiguren zu seinen Füßen symbolisieren die Flüsse Elbe, Rhein, Oder und Weichsel.

Das Rote Rathaus ist Sitz der Regierenden Bürgermeisterin  sowie des Senats von Berlin. Außerdem ist der auffällige Bau ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Das Gebäude in der Nähe des  Alexanderplatzes hat seinen Namen nicht etwa dank einer politischen Ausrichtung, sondern von der Fassade mit leuchtend roten Ziegelsteinen.

Das neue Humboldt Forum in Berlin Mitte erstreckt sich – weithin sichtbar – auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern. In hellem Quittegelb leuchten die  auf Nord-, Süd- und Westseite des Forums. Die Ostseite des Forums am Spreeufer überrascht: Eine moderne, glatte Außenfassade, davor der „Spreebalkon“ und unten am Ufer, knapp über dem Wasserspiegel, eine große Terrasse.

»Asiatischen Prunk« haben die eigenen Ahnen dem ersten König in Preußen (der als Kleinkind von der Kutsche fiel und zeitlebens gehbehindert und mit einem Buckel herumlief) vorgeworfen. Als sein Domizil fertig war, stand das Land am Rande des Staatsbankrotts.

Es lebt die Architektur des Humboldt Forums von einer kontrastreichen Verbindung hochmoderner Bauelemente mit den rekonstruierten Skulpturenfassaden des ehemaligen barocken Berliner Stadtschlosses.

Das Stadtschloss

zerbarst in einer Wolke aus Rauch und Dynamit. Walter Ulbricht, Staatslenker der DDR, ließ die Residenz 1950 sprengen. Berlin verlor seine Mitte

und halste sich den an derselben Stelle errichteten Palast der Republik auf, genannt »Erichs Lampenladen«.

Vor dem Dom demonstrieren Anhänger der Falun-Sekte. Ob Falun Gong nur eine Meditationsbewegung oder doch eine Sekte ist, ist auch in Deutschland stark umstritten. Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) beinhaltet ähnliche Elemente, wie sie auch im Buddhismus, Daoismus, der traditionellen chinesischen Medizin, und dem Qigong vorkommen.

Berlin rühmt sich, mehr Brücken zu haben als Venedig. Tatsächlich hat die Spreestadt fast 1000 Brückenbauwerke aus den unterschiedlichsten Stilepochen. Die aufwendig gestaltete Oberbaumbrücke gehört zu den schönsten und imposantesten Brücken der Hauptstadt. Seit 1896 verbindet sie die Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree miteinander. Auf der Brücke befand sich einst der Oberbaum, an dem Zölle eingetrieben wurden.

Natürlich gehen wir auch entlang der East Side Gallery, um die Graffitis zu bewundern.

Das Denkmal East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist eine dauerhafte Open-Air-Galerie auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Immer wieder entstehen neue Graffiti.

Wir laufen die Spree entlang, um in der Blaue Stunde bei den Molekule Man zu sein

Eine Hochzeitsgesellschaft lässt Luftballons steigen.

Spiegelung an einem Auto

Ich sehe rot!

Dieses monumentale Kunstwerk bildet einen absoluten Blickfang auf der Spree zwischen Kreuzberg, Alt-Treptow und Friedrichshain.

Der Molecule Man ist eine riesige Skulptur, die drei Personen darstellt, die hoch aus dem Wasser der Spree aufragen. Das 1997 geschaffene Kunstwerk aus silbrig glänzendem Aluminium ist mittlerweile zu einem ästhetischen Wahrzeichen der Stadt geworden. Besonders markant sind die unzähligen Löcher im Körper der drei Menschen, die über das Wasser zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke zu laufen scheinen.

Der Molecule Man ist Teil einer Installation des US-amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky, der bereits in den 1970er-Jahren ähnliche Skulpturen in Los Angeles geschaffen hatte. Die vielen Löcher in den Figuren symbolisieren die Moleküle, aus denen Menschen bestehen. Interessanterweise scheinen die drei Figuren einander zu umarmen, was an diesem Schnittpunkt dreier Berliner Bezirke und der Grenze zwischen Ost- und Westberlin als Symbol für die Überwindung der deutschen Teilung gedeutet werden kann.

Der Übergang von der Blauen Stunde zur Goldenen Stunde ist nur sehr kurz.

Und schon geht nichts mehr ohne Stativ.

Die Fotografie ist immer so spannend, dass wir keine Zeit zum Essen haben, ja nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden. Ein Bierchen zwischendurch, denn es ist sehr heiß und schon geht es weiter. Jetzt aber machen wir eine richtige Pause im  urigen „Pirates“ mit Blick auf die Spree.

Auf dem Weg zu den Hackeschen Höfen sind lustige Graffitis und Collagen.

Die Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte sind bei Tag und Nacht ein Magnet für Berliner und Touristen. Historische Gebäudeensemble mit Jugensstil-Fassaden bilden zusammen hübsche kleine Hinterhöfe, die eine Mischung aus Shops, Kultur und Nachtleben bieten. Auch Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Der Hackesche Markt liegt vor den Höfen und ist besonders in den warmen Monaten ein beliebter Treffpunkt zum Essen gehen, Einkaufen und Flanieren.

Der Musikfreund.

Der Alte Fritz aus KPM-Porzellan.

Für uns „Landpomeranzen“ ist es nicht immer einfach von A nach B zu kommen und das gewünschte Ziel auch zu finden,  und die Hitze schlägt voll zu.

Jetzt sind wir im Lustgarten angekommen, eine zwei Hektar große Grünfläche auf der Museumsinsel im Berliner Ortsteil Mitte. Im Jahr 1573 von Kurfürst Johann Georg als Küchengarten des Berliner Schlosses angelegt,

Es war ein dreigeteilten Garten , der nur teilweise verwirklicht wurde. Neben dem eigentlichen Lustgarten, Volieren, Hecken, Satuen, Skulpturen und Laubengänge sowie ein Lusthaus .Memhardt entwarf einen sich westlich anschließenden Wassergarten mit Springbrunnen, Fontäne und Wasserspielen sowie einen Küchengarten, der auch exotische Pflanzen und Gewürze beherbergen sollte. Das Lusthaus im niederländischen Stil hatte Memhardt schon 1650 erbaut, im Untergeschoss enthielt es eine künstliche Grotte. Für die 1649 aus den Niederlanden eingeführten und erstmals hier angepflanzten Kartoffeln wurde 1652 das Pomeranzenhaus errichtet, in dem neben Kartoffeln auch Tomaten als Zierpflanzen gezogen wurden. Es waren die ersten Kartoffeln, die in  Preußen kultiviert wurden.

Die beiden haben selbst Freude an ihrem Spiel, das spürt man.

Die Nationalgalerie mit dem  Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV aus Bronze.

Das von Friedrich I. errichtete Stadtschloss war ein Koloss, ein Abglanz von Versailles. Im Jahr 1698 erteilte der perückentragende Edeling, der zu der Zeit auch noch in Königsberg wohnte, den Befehl für eine neue Datscha an der Spree. Auf einer Grundfläche von 192 mal 117 Metern zog sich der Bau am Flussufer hin. Die Kuppel an der Westfassade ragte 74 Meter empor.

488 Fenster – einige so groß wie Garagentore – besaß die königliche Wohnstatt. Rund 700 Meter Fassade mussten rekonstruiert werden – gespickt mit Figuren wie dem keulenschwingenden Herkules. Unter dem Dach prangen 47 Adler mit ausgebreiteten Schwingen. Die größten hatten Spannweiten von 2,6 Metern.

Geschaffen wurde all der Zierrat unter der Aufsicht des genialen Andreas Schlüter.

Wir laufen, immer auf der Schattenseite, an der Spree entlang, am Außenministerium vorbei.

Gegenüber ist eine alte Schleusenanlage,

zur Fischerinsel, wo wir auf einem alten Kahn unseren Durst löschen und Fischbuletten essen.

Zurück, zur UBahn, wir wollen zum Gendarmenmarkt.

Die Friedrichswerder Kirche spitzt hinter einem modernen Gebäude hervor.

Einst marschieren hier, am Gendarmenmarkt, Soldaten. Heute schlendern Berliner und Besucher über den Platz. Er gilt als der schönste Platz Berlins, wenn nicht als schönster Platz nördlich der Alpen. Das Ensemble aus Konzerthaus und den zwei mit Türmen geschmückten Kirchenbauten ist von vollendeter Harmonie.

Der Deutsche Dom , links, beherbergt heute die Ausstellung des Deutschen Bundestags Wege, Irrwege, Umwege.

Im Französischen Dom befindet sich das Hugenottenmuseum. Die Französische Friedrichstadtkirche ist immer noch im unteren Teil des Gebäudes.

Wir laufen zum Regierungsviertel, um in der Blaue Stunde dort zu fotografieren.

Drei Gebäude formen das Ensemble „Band des Bundes:“

  • Das Bundeskanzleramt
  • Das Paul-Löbe-Haus (Bundestag)
  • Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Bundestag)

Direkt an der Spree- mitten in Berlin- liegt das Regierungsviertel mit seinen aufwendig gestalteten Bauten. Es ist um das Jahr 2000 herum entstanden, als die Bundesregierung und das Parlament nach Berlin zogen. Besuchermagnete sind ohne Zweifel das Reichstagsgebäude mit seiner ikonischen Kuppel und das Bundeskanzleramt mit seiner besonderen Architektur genau gegenüber.

Absolutes architektonisches Highlight und tolles Fotomotiv ist die Brücke über die Spree zwischen dem Paul-Löbe-Haus und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Fremdenführer behaupten, die Brücke würde „Beamtenlaufbahn“ genannt – doch im alltäglichen Sprachgebrauch sagt das niemand in Berlin!!!

Erst seit 1999 gibt es auf dem Reichstagsgebäude wieder eine Kuppel.

Melancholisch erklingt das Bandoneon, die Tänzer blicken stolz aneinander vorbei und kreuzen anmutig die Beine: Es wird Tango getanzt in Berlin. Längst hat sich Berlin zur wichtigen Tango-Metropole entwickelt.  Ob klassischer Tango Argentino oder moderner Tango Nuevo, ob im historischen Ballsaal oder an außergewöhnlichen Orten unter freiem Himmel.

Hier arbeiten unsere Politiker.

Langsam wird es dunkel und Zeit für Lightshow.

Täglich verwandelt sich wieder das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Parlamentsviertel  in eine Lichtspielbühne. Allabendlich beginnt mit Einsetzen der Dunkelheit eine Film-, Licht- und Tonprojektion an der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses. Die halbstündige Installation trägt den Titel „Dem deutschen Volke — Eine parlamentarische Spurensuche. Vom Reichstag zum Bundestag. Sie zeigt die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland und des Reichstagsgebäudes.

Auf dem Weg zu unserer UBahn Station, da muss ich ja schnell noch mal das Stativ auspacken.

Das Bürogebäude „Cube Berlin“ am Washingtonplatz ist einfach ein Hingucker, ein Wunderwerk.

Errichtet wurde es vom dänischen Architekturbüro 3XN in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof. Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ist voll des Lobes für das von dem österreichischen Entwickler CA Immo für 100 Millionen Euro realisierten Bürogebäude: „Die markante Glasfassade und die durchlässige Erdgeschosszone bereichern den öffentlichen Raum, gleichzeitig wird der Washingtonplatz städtebaulich komplettiert.“

Der elfgeschossige Würfel mit einer Seitenlänge von 42,5 Metern und einer Tiefgarage für 98 Autos sticht hervor nicht allein durch seine kaleidoskopartige Außenhaut, seine aufgefaltete Fassade oder die Dachterrasse, die nur für Büromieter zugänglich ist.

Das Gebäude ist voll digitalisiert und wird von einer Art selbstlernenden „Hirn“ gesteuert, das an HAL 9000 aus Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnert. Es wertet alle Daten aus der Umwelt wie aus dem Verhalten, den Gewohnheiten, Vorlieben und Bedürfnissen der Mieter aus, die ihm über Sensoren geliefert werden. Vor Hackerangriffen soll der „Cube“ geschützt sein. Bedient werden das „Hirn“ und seine Funktionen wie beispielsweise die Steuerung von Fahrstuhl, Licht, Raumklima oder Jalousien via Smartphone und App.

Das System weiß, wie viele Menschen sich gerade im Büro aufhalten, und steuert die Raumtemperatur entsprechend. Durch die individuelle Einstellung von Klimaregelung, Beleuchtung und Sonnenschutz merkt sich das System die persönlichen Präferenzen. Muss ein Lift gewartet werden, wird automatisch der zuständige Dienstleister gerufen, noch bevor es zu Ausfällen kommt. Gebäude, die dank modernster Technologie selbstlernend agieren, klingen für viele nach wie vor nach düsterer Science Fiction. Doch wie neueste Studien zeigen, wird es ohne intelligente Gebäude keine Klimawende geben. Der Cube Berlin, der im Februar 2020 eröffnet wurde, ist einer der ersten Bürokomplexe, die mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet sind.

Nächstes Ziel ist das Futurium – Haus der Zukünfte

Wie wollen wir in Zukunft leben? Das Futurium motiviert seine Gäste zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten, und das ganz spielerisch: Verschiedene Szenarien, eine Ausstellung, ein Zukunftslabor und ein Forum für Dialog und Diskussion laden dazu ein, eine eigene Haltung zu entwickeln.

Wir steigen in den 100er Bus, fahren 1 oder 2 Haltestellen, steigen aus, fotografieren und fahren mit einem anderen 100er weiter.

Plastik von Henry Moore und der Glockenturm

Mitten im Tiergarten ragt das Carillon, ein bespielbares Glockenspiel, über die grünen Wipfel der Bäume empor. Der 42 Meter hohe Glockenturm steht neben dem Haus der Kulturen der Welt ist das größte Glockenspiel dieser Art in Europa. In den warmen Monaten des Jahres ist das Spiel der Glocken jeden Sonntag zu hören.

Die Kongresshalle, oder Haus der Kulturen.  Die Kongresshalle- so der frühere Name- war der US-amerikanische Beitrag zur Internationalen Bauausstellung 1957. Sie wurde als Geschenk Amerikas an das befreundete West-Berlin deklariert.

Einst wohnt im Schloss im Tiergarten Prinz August Ferdinand, der Bruder Friedrich des Großen. Heute ist das Schloss Bellevue der Amtssitz des Bundespräsidenten. Zum Schloss gehört auch ein großer Garten, in dem findet jedes Jahr das Sommerfest des Bundespräsidenten statt, zu dem besonders engagierte Bürger eingeladen werden.

Bei gehisster Standarte, der Flagge des Bundespräsidenten, auf dem Schloss ist der Bundespräsident in Berlin. Bei Reisen ins Ausland oder zu seinem Bonner Dienstsitz wird sie eingeholt.

Staatsgast ist Al Sisi. Eine Handvoll Jubelägypter dürfen ganz vorne stehen.

Der Bundeskanzler ermutigte den ägyptischen Präsidenten, den begonnenen Nationalen Dialog zu Menschenrechten ambitioniert zu führen und entschlossene Schritte zu mehr Partizipation und Rechtsstaatlichkeit zu gehen. „Diese tragen dazu bei, die Menschenrechtslage zu verbessern und die Wirtschaft nachhaltig zu stärken und zu stabilisieren“, so Scholz.

Präsident al-Sisi sagte, Menschenrechtsfragen seien seiner Regierung sehr wichtig. Er lud Journalisten aus Deutschland ein, sich in Ägypten ein eigenes Bild der Menschenrechtslage zu machen.

Die Demonstranten die auf die Menschenrechtsverfehlungen hinweisen, müssen sich weit ab aufstellen.

Einerseits steht al-Sisi wegen Verstößen gegen Grundrechte in der Kritik, Menschenrechtsorganisationen haben gerade Eingriffe in die Pressefreiheit und in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in dem Land beklagt. Auf der anderen Seite stehen die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands: „Man macht wichtige Geschäfte mit Ägypten“, sagt Ivesa Lübben von der Uni Marburg in SWR2. So verkaufe Deutschland Waffen, Gaskraftwerke und Eisenbahntechnologie an Ägypten. Innenpolitisch sei das Land nach wie vor tief gespalten.

Viele Jubler sind es ja nicht!

Nächster Halt ist die Siegessäule.  Die Siegessäule mit der goldenen Skulptur auf der Spitze gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein Panoramablick über den Tiergarten und Umgebung.

Wer mit ein bisschen Kondition die 285 Stufen erklimmt, wird mit einem tollen Ausblick über den Großen Tiergarten, das nahe Schloss Bellevue und andere Teile Berlins belohnt. Ich habe die Kondition nicht mehr.

Die Schwedische Botschaft

ist zusammen mit den nordischen Botschaften auf einem Areal.

Sind die rosa Röhren eine Kunstinstallation? Sind sie ein architektonisches Highlight? 

Die Antwort ist ziemlich einfach: Sie transportieren das Grundwasser von den verschiedenen Baustellen der Stadt zur Spree und anderen Kanälen. Berlin ist auf einem riesigen Sumpf gebaut und so muss Wasser abgepumpt werden, sobald mit dem Bau begonnen wird, den Grundwasserspiegel zu senken. Und wie in jeder Stadt wird immer irgendwo gebaut, so dass diese rosa Besonderheiten ein häufiger Ort in der Berliner Landschaft sind.

An der Gedächtniskirche steigen wir wieder aus und laufen die Kurfürstendamm entlang.

Der Skulpturenboulevard war ein “Museum auf Zeit”, das 1987 im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins mit sieben Großskulpturen und Installationen im öffentlichen Raum zwischen Rathenau- und Wittenbergplatz durch den Neuen Berliner Kunstverein im Auftrag der Senatskulturverwaltung realisiert wurde.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ist Mahn- und Gedenkstätte und erinnert an die Schrecken des Krieges.

 Nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Ruine nach Teilabriss gesichert und als Mahnmal erhalten. Der zerstörte alte Turm gilt als Symbol für die Schrecken des Krieges und wird von den Berlinern „Hohler Zahn“ genannt.
Erst mit dem Zug und dann mit einem Bus erreichten wir das Holländische Viertel in Potsdam.
Das Holländische Viertel im historischen Zentrum Potsdams wartet mit viel Charme auf. Wo einst holländische Einwanderer wohnten, gibt es heute kleine Läden und gemütliche Lokale.
Die vier Karrees mit insgesamt 134 Häusern wurden bis 1742 tatsächlich für holländische Siedler gebaut. Damals wurden die Gastarbeiter mit mehr Zuvorkommenheit behandelt als in späteren Zeiten. Das schien auch nötig, war doch Holland Ende des 17. Jahrhunderts zum bestentwickelten europäischen Land geworden. Baukunst, Hofkultur, Künste, Wasserbau und Armeewesen waren auf dem führenden Stand. Kein Holländer ging freiwillig in das vergleichsweise arme und menschenleere Gebiet östlich der Elbe.

Die russische Kolonie wurde 1826 auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I. angelegt. Die im russischen Stil erbauten Holz-
häuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben.

In den von Lenné entworfenen Gartenanlagen sollten den Sängern eine besondere Atmosphäre für Musik und Muße bieten. Außerdem befanden sich hunderte von Obstsorten als Wirtschaftsgut aber auch zu Anschauungszwecken und veran-
schaulicht somit zugleich die neue Landwirtschafts-
politik von Friedrich Wilhelm III., die im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen, die grundlegende Veränderungen in eigentumsrechtlicher, technischer und programmatischer Hinsicht mit sich brachten. Heute ist das Ensemble Bestandteil des Weltkulturerbes.

Zur Siedlung gehört auch die russisch-orthodoxe Kirche  auf dem Kapellenberg. Hier finden regelmäßig Gottesdienste statt.

In Mitte warten viele Hinterhöfe darauf, entdeckt zu werden. Einige sind Klassiker, wie die Hackeschen Höfe, die in jedem Reiseführer stehen. Andere findet man nur, wenn man genau hinschaut.

Da ich nicht wusste wo genau dieser Hinterhof zu finden war,  war es etwas mühsam diesen Standpunkt zu finden. Aber es hat sich gelohnt!

Auf meiner todo-Liste  standen jetzt nur noch das Jüdische Museum  und Checkpoint Charly Museum. Also auf — durch die heiße Sonne!

Das Jüdische Museum überzeugt nicht nur mit seiner umfangreichen Ausstellung zum Judentum – der größten Europas. Auch das Gebäude selbst ist sehenswert. Das ungewöhnliche Bauwerk gehört zu Berlins architektonischen Highlights.

Eine Mauer mitten durch die Hauptstadt – 28 Jahre war das Realität in Berlin. Der Berliner Mauerweg möchte die Erinnerung an diesen Teil deutscher Geschichte wachhalten. Vorbei an Mauerresten, Wachtürmen und Gedenkstätten erfährt der Besucher, wie es den Menschen in der geteilten Stadt ergangen sein muss.

 

 Seit 1962 berichtet das Mauermuseum am Checkpoint Charlie von den Erfahrungen geflüchteter DDR-Bürger und von der Geschichte der Berliner Mauer. Der Checkpoint Charlie ist ein bedeutendes Symbol der deutschen Teilung. Hier fahren 1961 amerikanische Panzer auf, während die DDR damit beginnt die Mauer hochzuziehen.

Fluchtauto

In einer Nacht- und Nebelaktion beginnt die DDR 1961 damit, eine Mauer durch Berlin zu bauen. Für die nächsten knapp 30 Jahre ist sie nicht nur Trennlinie zwischen dem kommunistischen und dem kapitalistischen System, sondern auch zwischen Familien. Sie führt über 155 Kilometer rund um Berlin und ist mit Wachtürmen und Selbstschussanlagen hermetisch abgeriegelt. Flüchtlinge kommen aus dem Osten in West-Werlin an und Rainer Hildebrandt beginnt, ihre Geschichten festzuhalten. 1962 gründet er das Mauermuseum in seiner eigenen Wohnung. Ein Jahr später kommt es im heutigen Gebäude am Checkpoint Charlie unter. Hildebrandts Museum entwickelt sich bald zum Anlaufpunkt für Geflüchtete, Helfer, Journalisten und Demonstranten. Fluchthelfer versorgen das Haus am Checkpoint Charlie mit Fahrzeugen, Hilfsmitteln und persönlichen Erinnerungsstücken. Verwinkelt und voll von Informationen – diesen Eindruck bekommen Sie heute, wenn Sie das Mauermuseum betreten. Dazwischen die teilweise äußerst erfinderischen zur Flucht aus der DDR. So gibt es einen alten Volkswagen mit Kofferraumversteck, ein Mini-U-Boot, einen Heißluftballon und einen zusammengeschobenen Koffer. Wie die Fluchten in solch kuriosen Objekten tatsächlich funktionieren, davon können Sie sich im Mauermuseum selbst ein Bild machen.

Erschüttert gehen wir zum Gendarmenmarkt, um unser Berliner Abschiedsbierchen zu trinken.

Das Konzerthaus mit dem Schillerdenkmal.

Der Deutsche Dom

Da wir erst am Nachmittag nach Hause fahren, unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Technikmuseum.

Es sieht aber alles sehr nach Lost places aus.

Wir packen unsere Sachen fahren zum Bahnhof, verstauen alles in Schließfächer und laufen dann zum Hamburger Bahnhof.

Das attraktive Gebäude des ehemaligen Hamburger Bahnhofs – übrigens das letzte zur Gänze erhaltene historische Bahnhofsgebäude in Berlin – ist heute ein Museum für die Kunst der Gegenwart. Neben der Kunst von Joseph Beuys und zahlreichen weiteren zeitgenössischen Künstlern ist die große Halle hinter dem Eingang besonders eindrucksvoll, in der eine Klanginstallation zu hören ist.

Leider verstehe ich überhaupt nichts von moderner Gegenwarts- Kunst.  Zusammengeklebte Pappkartons, oder Säcke mit Erde sagen mir nichts.

In einem der letzten Räume dann die erschüttenden Fotos von Abu-Ghuraib.

Der Abu-Ghuraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen des Abu-Ghuraib-Gefängnisses vom Wachpersonal misshandelt, vergewaltigt und gefoltert, oft bis zum Tod.

Wer sind die Folterer von Abu Ghureib? Unmenschliche Monster, Einzelfälle in einer sauberen Armee oder schwache Persönlichkeiten, die sich instrumentalisieren ließen?

Hier endet der Ausflug nach Berlin.  Vollgepackt mit neuen  Eindrücken, die  jetzt auch noch verarbeitet werden müssen.