Über die Rügenbrücke von Stralsund nach Lohme, z.T. über die Alleenstraße und vorbei an reetgedeckten Häusern, die sich hinter Mauern aus Stein und Kartoffelrosen verstecken.

Mohn- und Kornblumenfelder in einer nie gesehenen Fülle. Wir konnten uns nicht sattsehen und kaum aufhören zu fotografieren.

Und über allem eine strahlende Sonne.

Das Mukraner Feuersteinfeld

Dieses Naturphänomen ist in Europa einzigartig.  Die Eiszeit hinterließ vor etwa 10.000 Jahren einzelne sogenannte Inselkerne wie Jasmund, die Granitz oder Wittow. Langsam stieg der Meeresspiegel an, so dass die Ostsee entstand. Zwischen den Inselkernen lagerte das Meer Sand und Geröll ab.

Bis ins vorige Jahrhundert waren die Feuersteinfelder praktisch vegetationsfrei. Dann bepflanzte man die „Schmale Heide “ mit Kiefern und zwischen den Feuersteinfeldern entwickelte sich ein Bewuchs aus Sträuchern und Büschen,  Heidekraut und Wachholder.

Schloss Granitz

Inmitten eines großen zusammenhängenden Buchenwaldgebietes im Südosten der Insel Rügen wurde in den Jahren 1837 bis 1846 das Jagdschloss Granitz errichtet. Hier, auf dem Tempelberg wurde der verputzte Backsteinbau von dem Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer für Fürst Wilhelm Malte 1. zu Putbus gebaut.

Der von Karl Friedrich Schinkel entworfene, 38 Meter hohe Mittelturm, ist markanter Wegweiser im Südosten der Insel Rügen. Von hier aus hätte man, bei klarem Wetter, einen phantastischen Blick über die Insel Rügen. Den wir leider nicht besteigen durften, weil die  Eisen-Treppe den nötigen Coronaabstand von 1,5 m nicht zuließ.

Mit einem wachsamen Auge auf die Uhr, erwischten wir noch den „Rasenden Roland“.

Die Halbinsel Mönchgut

Mönchgut ist eine 29,44 Quadratkilometer große Halbinsel im Südosten der deutschen Ostsee-Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie trennt den Greifswalder Bodden von der Ostsee. Die Halbinsel besteht aus mehreren Landzungen wie der Halbinsel Reddevitz , dem Kleinen und  Großen Zicker, Gager und Thissow.

In Göhren waren zu viele Touris – also schnell weg!

Der Strand von Thissow war schon fast  menschenleer, doch uns lockte ein Fischerbootzum Fotografieren. Als dann noch der Fischer kam, um sein Boot klar zu machen, war die Fotofreude komplett.

Langsam wurde es Zeit zum Abendessen, im ältesten Gasthaus von Rügen , in Middelhagen, wo wir trotz Abstandsgebot noch einen Tisch bekamen.

Vorher aber noch ein Besuch der Kirche und des Schulmuseum von Middelhagen.

In Gagern ging dann, für diesen Tag, die Sonne unter.

Jasmund

eine Halbinsel im Nordosten. Im Ostteil der Halbinsel wurde 1990 der etwa 30 Quadratkilometer große Nationalpark Jasmund angelegt. Bekannt ist die Halbinsel vor allem wegen ihrer Kreidefelsen.

Die Halbinsel Jasmund war nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Zeit lang im Besitz des schwedischen Generals Carl Gustav Wrangl, dann der Grafen De la Gardie, von denen sie Fürst Malte I. zu Putbus erwarb.

Zwei Drittel des Nationalparks Jasmund bedecken verschiedenste Waldformen mit ihren typischen Lebensräumen. Besonders beeindruckend ist der Wald an den Küstenhängen. Senken werden häufig von kleineren Seen eingenommen.

Das sonnige Wetter lockte auch viele Spaziergänger aus Sassmund, mit Kind und Kegel, auf den bequemen Höhnenwanderweg. Das beeinträchtigte meine gemütvolle Stimmung und als ich sah, dass zwei junge Leute einen Weg zum Meer einschlugen, bin ich ihnen nachgelaufen. Das war unbedacht, weil der Pfad sich als recht schwierig herausstellte. Mit zittternden Knien und ziemlich fertig, kam ich an der Ostsee an.

Das Stativ aufzustellen war schon mal nicht so einfach zwischen den Steinen.

Im Februar war ich die Strecke ja schon einmal gelaufen, entgegengesetzt, sie war mir also bekannt.

Rechts das Meer, links die Felsen und dazwischen ein schmaler, steiniger Streifen Strand. Oft mit heruntergefallenen Bäumen noch den Weg versperrend.

Auf jeden Fall nicht gerade kommot! Aber die Sonne lachte strahlend vom blauen Himmel!

Nach ein paar Stunden kam langsam Lohme in Sicht – ich war am Ziel, und hatte bald auch wieder festen Boden unter den Füßen.

Zum Abschluss des Tages noch einen prächtigen Sonnenuntergang mit Blick nach Hiddensee.

Litzow

Das ehemalige Fischerdorf Lietzow ist ein idyllischer kleiner Ort im Nordosten Rügens und liegt zwischen dem Kleinen und dem Großen Jasmunder Bodden. Zu bewundern gibt es in Lietzow außerdem ein im 19. Jahrhundert erbautes Schloss im Historismusstil. Die Villa wurde nach dem Vorbild des Schloss Lichtenstein erbaut.

Im „Waldpark Semper“ gibt es eine außergewöhnliche dendrologische Rarität, den Hexenwald oder Märchenwald, die sogenannten Süntelbuchen (Krüppelbuchen). Die zehn Krüppelbuchen sind eine sehr seltene Mutation der „Fagus sylvatica var. suentelensis“ und wurden 1920 gepflanzt. Die Süntelbuchen können ein Alter von 225 Jahren erreichen und sind als Naturdenkmal geschützt.

An höchster Stelle des Waldparks entstand ein Wasserturm in Form einer historischen Burgruine. Bis 1953 wurde dieser Wasserturm genutzt.

Auf dem Weg noch ein romantischer Wald-Moorsee.

Durch mit dichtem Farn durchsetztem Wald ging es zurück zum Auto und weiter nach Ralswick.

Am Weg eine kleine schwedische Kirche. Die kleine Kirche ist ganz aus Holz in einem in Schweden gebräuchlichen Baustil erbaut und stellt für Rügen eine architektonische Besonderheit dar.

In Ralswiek waren die Schiffe für das Festival an Land vertäut, das war nicht so pittoresk.

Weiter durch eine prachtvolle Allee Richtung Dranske.

Die kürzeste Strecke ging über eine Landstraße, mehr Feldweg, aber gesäumt von rot und blau. Also: Blümchenfotografie.

Schnell kam die Wittower Fähre, um uns überzusetzen auf die Wittower Halbinsel.

Die Halbinsel Wittow ist der nördlichste Teil der Insel Rügen. Sie wird durch die Ostsee im Norden und Osten, den Wieker Bodden im Westen und den Großen Jasmunder Bodden im Süden und Osten begrenzt. Der Name Wittow könnte sich vom altslawischen Wort vitŭ für Gewinn ableiten

Ziel war die gekreuzte Buhne von Dranske.  Die X – Buhne ist einzigartig auf Rügen und ein super Fotospot. Wie alle Buhnen dienen sie dem Küstenschutz und sollen das Abtragen von Sedimenten verhindern.

Auto abgestellt, Rucksack geschultert, Stativ in der Hand, die Ostsee im Blick.

Frage an einen Surfer: „Bitte, wo geht es zur X-Buhne“  “ Rechts rum“.

Nach einer Stunde: “ Bitte, wo ist die X- Buhne“

„Völlig falsch, andere Richtung“ .   Kommando zurück!

Hier sah es schon besser aus. Wir waren am Ziel.

Langsam wurde es Abend und es sammelten sich viele Fotografen an diesem excellenten Platz.

Kap Arkona war der Ausflug für den letzten Tag.

Auf der Halbinsel Wittow, im Norden der Insel Rügen, befindet sich eine 45 Meter hohe, aus Kreide und Geschiebe­mergel bestehende Steil­küste – Kap Arkona. Einst Kult­stätte der Ranen, zählt der fast nördlichste Punkt Rügens heute zu den beliebtesten Ausflugs­zielen der Insel. Von der Steilküste hat man  einen imposanten Ausblick über die Ostsee und eine sehr hohe Wahrschein­lichkeit für bestes Ausflugs­wetter: Für den Sommer 2019 (Juni bis August) verzeichnete der Deutsche Wetterdienst mit rund 900 Stunden an der Küste Rügens im bundes­weiten Vergleich die meisten Sonnen­stunden.

Wanderung von Putgarten, auf dem Großparkplatz muss man sein Auto parken= 15 € !,  über das Fischerdörfchen Vitt , an der Kante der Steilküste entlang um das Kap  herum, und irgendwie ( „wird schon gehen !? eine Treppe ist zwar gesperrt, es wird schon eine andere geben, wir sind ja gut zu Fuß “ ) nach Putgarten zurück.

Frost, Wind und Wellen nagen an der Küsten­linie. Durch die Erosion verändert dieser beeindruckende Küsten­abschnitt ständig sein Aussehen – es kommt immer wieder vor, dass Teile der Steilküste abbrechen. Besonders nach langen und kräftigen Regen­fällen, beim Einsetzen von Tauwetter und bei bzw. nach starkem Seegang sollte man  die schmalen Steilküsten­strände meiden.

Fischerdorf Vitt

Den Riesen Bärenklau ( Herkulesstaude) sieht man nur noch selten, weil er schmerzhafte Verbrennungn verursucht, wenn man ihm zu nahe kommt.

 

Zahlreiche Seeschwalben brüten hier

Moderne Kunstwerke

Der Weg ist zwar mühsam, aber es war trocken und die Kreide nicht allzu schmierig.

Er war schier endlos und ich hatte keine Ahnung, wie lange wir noch weiterstolpern müssen und wo überhaupt das „alte Pegelhaus“ zu finden ist.

Licht am Ende des Tunnels! Das alte Pegelhaus war in Sicht! Nur um diese Aufnahme zu machen, habe ich die Strapaze des Wegs auf mich genommen.

Es war heiß, die Sonne strahlte von dem weißen  Kalk ab, aber die Zeit drängte.

Eigentlich wie immer, die Insel ist groß, es gibt für den Fotografen viele markante Punkte. Alles schafft man gar nicht. Jedenfalls nicht in 5 Tagen.

Irgendwann wurde der Weg leichter und bald war wieder „Land in Sicht“.

Über eine  neue Holztreppe ging es, plötzlich mit massenhaft vielen Touristen, über Kap Arkona nach Putgarten zurück.

Es zogen Wolken auf und es begann leicht zu regnen.

Ein letztes Abendmahl, unterm Regenschirm, mit gemischter Fischplatte . Einer der Fische hatte blaue Gräten. Der Wirt erklärte uns, dass es „Hornfische“ nur hier in der Ostsee gibt.

Statt Abendrot gab es zum Abschied nur Regen.