Geschichte:

Bevor die Föderale Wahlmonarchie in Malaysia entstand, gehörte das Land lange Zeit britischer Kolonialmacht an. Im Jahr 1895 schlossen sich die britischen Protektorate zur Föderation Malaiischer Staaten zusammen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann Großbritannien seinen Einfluss massiv auszubauen.

Während des zweiten Weltkriegs war Malaysia von der japanischen Besatzung besetzt. In vielen Orten verspürten die Einheimischen den Drang nach Unabhängigkeit von der europäischen Kolonialmacht. Nachdem Großbritannien dann die Besatzung wieder übernahm, begann die erste Protestbewegung. Am 31. August 1957 erklärte die britische Krone Malaysia für unabhängig. Sechs Jahre später folgte die offizielle Gründung der Föderation des Landes.

Es fällt schwer, Malaysia in ein paar Worten zu beschreiben. Wo soll man anfangen, wenn es schier unendliche Möglichkeiten gibt, die Schönheiten des Landes zu entdecken? Aufregende Städte, Traumstrände, Regenwälder und üppige Dschungel (erschreckend sind nur die öden Palmenwälder) machen Malaysia zu einem unglaublich schönen Reiseziel.

Malaysia in Südostasien, erstreckt sich über Teile der Malaiischen Halbinsel und die Insel Borneo. Es mischen sich die malaiischen, chinesischen, indischen und europäischen kulturellen Einflüsse. Die Hauptstadt Kuala Lumpur beherbergt Gebäude aus der Kolonialzeit ( die leider schnell verfallen und durch Hochhäuser ersetzt werden), quirlige Einkaufsbezirke wie Bukit Bintang und Wolkenkratzer wie die berühmten, 451 m hohen Zwillingstürme der Petronas Towers.

Im Westen liegt der Taman Negara Nationalpark, eines der beliebtesten Reiseziele Malaysias. 130 Millionen Jahre hat der Regenwald schon überdauert. Auf einem Canopy Walk kann man durch das Dschungelparadies wandern und eine Bootstour zu den Wasserfällen unternehmen, und die Seele baumeln lassen im grünen Herzen von Malaysia. Es ist ein Paradies mit fremden Geräuschen, anderen Farben und neuen Gerüchen.

 

Melaka (Malaka) ist eine zauberhafte Küstenstadt und nicht weit von Kuala Lumpur entfernt. Gerade mal 140 Kilometer liegen die beiden Städte auseinander.Chinesische, indische und andere Händler legten an, wenn sie durch die „Malaga-Straße“ genannte Meerenge zwischen der malaysischen Halbinsel und Sumatra segelten. Manche blieben für immer. 

Heute sind in der malaysischen Stadt Spuren nahezu jedes Kulturkreises zu finden: Es gibt einen Sultanspalast, eine portugiesische Festung, ein niederländisches Stadthuys, einen britischen Wetterhahn, Hindu-Tempel, Chinatown. Im Jahr 2008 wurde das Stadtzentrum Malakkas mit seiner multikulturellen Architektur Unesco-Weltkulturerbe.Vor allem die einzigartige Architektur machen das Stadthuys, die Christ Church und den Clocktower zu etwas ganz besonderem! Das rote Erscheinungsbild zieht sich übrigens durch viele weitere Bauwerke der Oldtown und hebt sich sehr stark vom Rest der Stadt ab.

Was allerdings das Gesamtbild des roten Platzes etwas schmälert, sind die zahlreichen Fahrrad-Rikshas. Die Fahrer stehen mit ihren viel zu kitschig geschmückten Rädern vor dem Platz, warten auf Kundschaft und drehen die Bässe der eingebauten „Soundanlage“ auf Maximum. Wem´s gefällt….

Der hinduistische Sri-Poyatha-Moorthi-Tempel aus dem 18. Jahrhundert, der ebenfalls einer der ältesten dieser Art in der Region ist, weist dagegen auf die indischen Einflüsse hin.

In vielem hat sich Malakka noch den Charme einer Kleinstadt bewahrt. Moderne Hochhausbauten sind hier eher eine Ausnahmeerscheinung. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass die Briten Malakka nach der Erlangung der Herrschaft nicht besonders wichtig fanden. Sie verfügten mit George Town bereits über einen eigenen bedeutenden Hafen, der Malakka dann immer mehr den Rang ablaufen sollte.

A Famosa war der Name des Forts, von dem aus die Portugiesen im 16. Jh. über die Stadt an der Westküste der maliischen Halbinsel herrschten. 1511 eroberte die portugiesische Flotte unter dem Komando von Alfonso de Albuquerque die Sulatansstadt. Umgehend wurde die Festung oberhalb des Hafens errichtet, um die portugiesischen Interessen im Gewürzhandel zu sichern. 1641 eroberten die Holländer nach langer Belagerung die Stadt und das Fort, das schwere Beschädigungen davon getragen hatte. Das Fort wurde 1670 von den Holländern renoviert. Bis 1795 drückten die Statthalter der niederländischen Ostindienkompanie Malaka und A Famosa ihren Stempel auf. Dann kamen die Briten aus Penang und beanspruchten Malaka

für sich. Sie zerstörten das einst mächtige Fort im Jahr 1806 fast vollständig. Übrig blieb lediglich das massive Festungstor Porta di Santiago.

 

 

Der Istana Negara („Nationalpalast“),

war von 1957 bis 2011 die offizielle Residenz des Königs . Seit 2013 beherbergt er das Königliche Museum und ist als Alter Istana Negara bekannt.

Das Gebäude wurde 1928 als Residenz des Millionärs Chan Wing errichtet. Zwischen 1942 und 1945 wurde es von den japanischen Besatzungstruppen genutzt. Nach dem Rückzug der Japaner erwarb der Staat  den Palast und machte ihn zur Residenz seines  Sultans. Im Jahr der Unabhängigkeit Malaysias 1957 ging er in den Besitz der Bundesregierung über und wurde zum Nationalpalast.

Das Nationaldenkmal wurde zur Würdigung und Ehre derer errichtet, die ihr Leben im Kampf um Frieden und Freiheit gaben, insbesondere während der Kämpfe gegen die Bedrohung des Kommunismus

 

 

Kuala Lumpur ist die Hauptstadt Malaysias. Die als Bundesterritorium verwaltete Stadt ist Malaysias administratives, kulturelles und ökonomisches Zentrum und Mittelpunkt der größten Metropolregion des Landes. Von den meisten Bewohnern wird sie einfach „KL“ genannt. Das Stadtbild , dem kulturellen Zentrum Malaysias, wird von den Petronas Towers geprägt, die mit 88 Etagen die höchsten Zwillingsgebäude der Welt und eine Vision der modernen Architektur darstellen. Neben den Bauten aus der architektonischen Vergangenheit der Stadt prägenHochhäuser  (vor allem im Bankenviertel) als Zeichen des Fortschritts Kuala Lumpurs das Stadtbild.

Das Klima  ist tropisch. Die Höchstwerte liegen das ganze Jahr über bei 33 °C und die Tiefstwerte bei 23 °C, hinzu kommt hohe Luftfeuchtigkeit. Bei meinem Stadtrundgang, kam ich recht ordentlich ins schwitzen.

 

 

Wer Abkühlung von Malaysias Hitze sucht, der ist perfekt in den Cameron Highlands aufgehoben. Da die Highlands in einer Höhe von 1.500 Metern liegen herrscht ein ganz anderes Klima als auf der restlichen Halbinsel Malaysias. Dieses Klima sorgt auch dafür, dass die Cameron Highlands ein einzigartiges Anbaugebiet sind, quasi der „Garten Malaysias“. Dort wachsen in unzähligen Gewächshäusern Erdbeeren, aber auch Spargel, Wassergras, Blattgemüse und Rosen werden in Gewächshäusern oder auf Feldern angebaut. Am berühmtesten ist das Gebiet für seinen Anbau von Tee. Die Geschichte dazu fängt schon Ende des 19. Jahrhunderts an. Wie ein grünes Wunder erstrecken sich die Teepflanzen über die Berge der Highlands.

Benannt wurden das Gebiet nach William Cameron, einem Landvermesser der britischen Kolonialregierung, der sie 1885 bei einer Kartografierungsexpedition entdeckte.