Auf stillen Wegen führt diese Rundwanderung durch schönen Mischwald zu zwei imposanten Schlössern.

Zuerst  suche  ich die Begräbnisstätte  auf , wo Hans-Max v. Aufseß begraben liegt, dessen Bücher und Essays ich immer so gerne gelesen habe.

Auf breiten Flurwegen lässt es sich gut laufen. Die Vögel zwitschern, die Frühlingssonne wärmte und es zeigten sich die ersten Veilchen und Huflattich.

Die ganzen fünf Stunden, die ich unterwegs war, traf ich keinen Menschen.

Den HUGO Turm zu finden war nicht ganz einfach, abgelenkt durch das Fotografieren bin ich sicher auch mal etwas im Kreis herum gelaufen.

Aber dann habe ich ihn doch gefunden. Der Turm ist baufällig, im Inneren führte eine konstruktiv tolle Holzspindeltreppe nach oben, deren untere 3 m herausgesägt wurden, um ein betreten zu verhindern.

Nächstes Wunschziel war der jüdische Friedhof. Wanderer die ich hätte nach dem Weg fragen können ( GPS habe ich nicht ) waren nicht unterwegs, also hieß das suchen……

Er verbarg sich hinter einer dicken Mauer.

Der jüdische Friedhof wurde 1722 mit Erlaubnis der Ortsherrschaft (damals Freiherr Carl Heinrich von Aufseß) angelegt. Auf ihm wurden auch die Toten der jüdischen Gemeinden Hollfeld und  Bayreuth (bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes) sowie seit 1902 die Juden aus Heiligenstadt beigesetzt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 12 ar. Der Friedhof ist von einer Mauer umgeben. Vom Eingang aus stehen links oben die ältesten Steine. Die dem Eingang gegenüber befindlichen Steine sind die jüngsten. Insgesamt sind 143 Grabsteine erhalten, die streng nach Osten ausgerichtet sind. Unter den letzten Beisetzungen waren 1933 Babette und Günter Fleischmann sowie 1937 Moses Günther.

Auf meinem Plan stand noch die Lindenallee. Sie führt direkt zum Schloss Oberaufseß.  Im Sommer muss es hier traumhaft durften.

Aber auch im April haben die knorrigen Bäume ihren Reiz.

Vorbei am Schloss suche ich mir einen Weg zum  Galeriefelsen der  Schlangenbrücke und der Schweizerhöhle.

Unterwegs finde ich noch eine Steinskulptur, einen , in eine Baumwurzel eingewachsenen, Stein.

Noch einen Blick ins Tal der Aufseß von  der Galerie aus und dann beginnt der Abstieg.

Vor mir sehe ich schon das Schloss Unteraufseß , das ich schlendernd an der Aufseß entlang bald erreiche.

Die Wanderung hat nichts spektakuläres, ist aber richtig wohltuend. Vor allem, weil die vielen Menschen, die jetzt in den ersten warmen Tagen im Jahr ausströmen,  ganz wo anders waren.